"Der Spreewald ... ein landschaftliches Kabinett-Stück" (Theodor Fontane). Literarische Landschaftsreisen und Beschreibungen (bis 28.7.2019)

Theodor Fontane bereist 1859 den Spreewald. Seine Beschreibungen, welche er als Reiseberichte in Zeitungen veröffentlicht, locken bis heute Tausende Interessierte in unsere Region. Die touristische Entdeckung des Spreewaldes beginnt. Im Lauf der letzten nunmehr 150 Jahre widmen sich jedoch viele Schriftsteller dem Spreewald, u.a. Ehm Welk in "Die Lebensuhr des Gottlieb Grambauer" oder Landolf Scherzer mit seinen "Spreewaldfahrten". Sie alle berichten über eine Landschaft zwischen Alltag und Tourismus, zwischen Umweltschutz und Industrie. Diesen Spannungsfeldern widmet sich die Sonderausstellung, welche gemeinsam mit dem Wendischen Museum Cottbus entwickelt wurde. Bildliche Zeugnisse, wie zum Beispiel die Fotografien von Erich Schutt, untersetzen die literarischen Werke noch einmal auf einer anderen Ebene.

Und wie gehen wir heute mit dieser Landschaft um? Wie dokumentieren wir unsere Reisen? Wo zieht es uns in den Urlaub? Diese Fragen stellen wir am Abschluss der Ausstellung. Die Geschichte beginnt mit dem Teufel und seinen zwei Ochsen und endet möglicherweise mit einem Handy-Schnappschuss.

Die Sonderausstellung wird bis zum 28. Juli 2019 gezeigt. Bei Führungsanfragen oder museumspädagogischen Projekten wenden Sie sich bitte an stadtmuseum@cottbus.de

Ein Projekt des Themenjahres "fontane.200/Spuren" - Kulturland Brandenburg 2019. Kulturland Brandenburg 2019 wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der brandenburgischen Sparkassen. Mit freundlicher Unterstützung der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

"Metamorphosen - Wundersame Verwandlung im Reich der Insekten" (bis 11.8.2019)

Am 12. Juni 2019 um 18 Uhr eröffnet das Stadtmuseum Cottbus die neue Sonderausstellung. Sie nimmt die Besucherinnen und Besucher mit in die Welt der Insekten und deren Metamorphose – der Entwicklung einer Larve zum adulten Tier. 40 Farbabdrucke ermöglichen den Gästen einen Blick, der sonst nur durch das Raster-Elektronen-Mikroskop möglich ist.

Erstellt wurde durch Wanderausstellung durch Nicole Ottawa und Oliver Meckes. Beide dokumentierten den Gestaltwandel der Insekten in atemberaubender Art und Weise. Dieser Wandel gehört wohl zu den größten Wundern der Natur. Und dabei stehen nicht nur die Exoten, wie zum Beispiel der Seidenspinner, sondern auch die heimischen Insekten im Blickfeld. Passend zur Sommerzeit können wir so die Verwandlung der Kniebelmücke oder den spannenden Farbwechsel des Hauhechel-Bläulings sehen. Die Fotografien ermöglichen einen interessanten und vor allen Dingen erlebnisreichen Perspektivwechsel. Denn der Blick in die Augen einer Frühen Adonisjungfer rückt die kleine Libelle in ein ganz anderes Licht.

Auch dieses Mal ergänzen wir die Ausstellung durch Objekte unserer eigenen musealen Sammlung. So zeigen wir u.a. fossile Insektenfunde aus Brasilien, in Bernstein eingeschlossene Insekten aus Schlabendorf, Bestände unserer naturkundlichen Sammlung, historische Bücher und Objekte unseres täglichen Lebens – geprägt durch die kleinen Gestaltwandler.

Die Ausstellung wird bis zum 11. August 2019 im Stadtmuseum Cottbus (Bahnhofstraße 22) gezeigt.