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Tierpark Cottbus

Karla und Sundali, Fotograf unbekannt

Am 1. Juni 1954 öffnet der Tierpark Cottbus zum ersten Mal seine Tore. Unter dem Direktor Erhard Frommhold wird der Zoo mithilfe des Nationalen Aufbauwerks und der Forstwirtschaft als Heimattiergarten eröffnet. In seinen ersten Jahren ist der Tierpark einer von zunächst 8 staatlich anerkannten Zoos in der DDR. Der Nachfolger von Erhard Frommhold wird Kunz Rauschert, welcher jedoch nur 3 Jahre Direktor des Tierparks Cottbus bleibt. Mit einer wesentlich längeren Amtszeit, von insgesamt 36 Jahren, folgt Dipl. Biologe Klaus-Jürgen Jacob. Unter ihm wird in den kommenden Jahrzehnten das Erscheinungsbild des Tierparks wesentlich geprägt. Mit der Eröffnung des Raubtierhauses im Jahr 1968 stellt der Park ein zentrales Gebäude zur Verfügung, in dem unter anderem Wölfe, Löwen, Tiger und Bären bewundert werden können. Zwar gibt es zum Beispiel die Löwen schon einige Jahre länger, dennoch werden die Bedingungen zur Haltung und Zucht der Raubtiere mit dem neuen Haus deutlich verbessert.
Ende der 1960er Jahre bekommt der Tierpark die ersten Elefanten mit den Namen „Sundali“ (1969) und „Karla“ (1970). Zehn Jahre später folgt mit der Elefantenkuh „Preya“, die Dritte der großen Publikumslieblinge. Sie wird allerdings bereits 1995 im Rahmen eines Europäischen Zuchtprogrammes zur Erhaltung der Asiatischen Elefanten in den Zoo Münster überführt.
Es dauert nicht lange bis der Tierpark weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt wird. Dazu tragen besonders die erfolgreichen Zuchten bei. Der Zoo verzeichnet Ende der 1970er verschiedene erfolgreiche Erstzuchten, wie zum Beispiel bei den Chileflamingos (1977) oder den Kronenkranichen (1979).
Jedoch verlassen den Tierpark in den kommenden Jahren auch einige Tiere. Dazu gehören unter anderem Ende der 1970er Jahre die Braunbären und Ende der 1980er Jahre die Löwen, welche dem Tierpark 1962 geschenkt wurden und besonders durch die erfolgreiche Zucht europaweit bekannt sind.

Einige weitere große Meilensteine in der Geschichte des Cottbuser Tierparks folgen nach der Wende im Jahr 1990. Dazu gehört auch die Wiedervereinigung der „Deutschen Zoodirektoren“, deren erste Tagung im Jahr 1993 im Tierpark Cottbus stattfindet. Für den Direktor Jacob ist dies eine große Ehre.
Des Weiteren folgt ein Jahr später die Gründung des „Verein der Förderer und Freunde des Tierpark Cottbus e.V.“.  Durch ihn werden zahlreiche Veränderungen im Tierpark ermöglicht. In der Vergangenheit ist das zum Beispiel der Bau des Gibbonhauses (1997). Jedoch auch aktuell leistet der Förderverein viel Unterstützung. Durch seine Mitglieder wird unter anderem das aktuelle Bauvorhaben, der Bau der Flamingo-Lagune, ermöglicht.
Im Jahr 2002 folgt die nächste große Veränderung im Tierpark Cottbus. Der langjährige Direktor Klaus Jacob geht in den Ruhestand, sein Nachfolger ist Dr. Jens Kämmerling. Mit ihm kommt frischer Wind in den Park und es folgen die ersten größeren Um- und Neubauten im Zoo. So unter anderem 2004 die Eröffnung der Katta–Anlage und ebenso die Erweiterung des Elefantengeheges.
Auch aktuell und zukünftig sind unter Dr. Kämmerling weitere Schritte geplant. Neben der schon erwähnten Flamingo–Lagune werden auch das Raubtierhaus und die dazugehörigen Außengehege in einem weiteren Bauabschnitt umgebaut und für die Tiere attraktiver gestaltet.

Quellen:
Internetauftritt des Tierpark Cottbus (www. tierparkcottbus.de ) | Kämmerling, Dr. Jens: Der Tierpark Cottbus, ein Wegbegleiter. Cottbus 2009. | Jacob, Klaus - Jürgen: Die Elefantenhochzeit. In: Marabu, 1. Jahrgang 1996.  

Bildquelle:
Foto, Tierpark Cottbus

Autor:
Sandra Kraus, Ricardo Wanke

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