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Branitzer Park

Schloss Branitz 1840, Zeichnung Gustav Franck

Im Südosten von Cottbus liegt der Branitzer Park. Er ist eines der Gartenkunstwerke  Fürst Hermann von Pückler-Muskaus (1785-1871) und zählt zu seinen Spätwerken. Der Park ist auf einer ausgeräumten Agrarlandschaft errichtet und geprägt von Pücklers Lebenserfahrungen in der Zeit zwischen französischer Revolution und Gründung des Deutschen Kaiserreiches, aber auch von seinen vielen Reisen in die verschiedenen Teile der Welt u.a. nach England und in den Orient. So spiegelt diese Parklandschaft zum Teil auch seine Persönlichkeit wieder.

Pückler beginnt mit der Anlegung des Parks 1846, nach dem er seine Residenz in Muskau 1845 verkaufen musste. Dort gestaltet er seit 1815 ebenfalls einen Park, in den er die Eindrücke von seiner ersten Englandreise einfließen lässt. Maßgeblichen Anteil an der Gestaltung des Branitzer Parks hat Pücklers Frau, Lucie Fürstin von Pückler-Muskau (17761854). Nach Pücklers Tod im Jahre 1871 wird der Park von seinem Nachfahren Heinrich Graf von Pückler und dem Chefgärtner Georg Bleyer 1888 zu Ende geführt.

Das Konzept des Branitzer Parks beruht auf dem sogenannten „Zonierungsprinzip“. Die Inspiration dafür bekommt Pückler von seinem Vorbild, dem englischen Gartengestalter Humphry Repton (1752-1818).
Der Park ist demnach in „Innen-“ und „Außenpark“ unterteilt. Der „Innenpark“ umfasst das Schloss Branitz, Terrasse und Pergola, sowie den sogenannten „pleasure ground“. In ihm sind Kleinarchitekturen und Gehölzgruppierungen, sowie der Tumulus und weitere kleine Sehenswürdigkeiten zu finden. Zum Außenpark gehört ein Vorpark, welcher 1995 mit in die Bundesgartenschau einbezogen wurde. Später werden in diesem Gebiet unter anderem der Tierpark Cottbus (1954) und der Spreeauenpark (1995)errichtet.

Das gesamte Gelände des Branitzer Parks beläuft sich auf eine Größe von circa 600 Hektar.
Eine Besonderheit des Parks ist der Tumulus, eine Seepyramide, die die Beisetzungsstätte Pücklers ist. Seine Frau Lucie wurde 1884 ebenfalls dorthin umgebettet.

 

Quellen:

Nicolaische Verlagsbuchhandlung Beuermann GmbH: Branitz. Park und Schloss des Fürsten Pückler. Berlin. 1995. | Rippl, Helmut (Hrsg.): Der Parkschöpfer Pückler-Muskau. Weimar. 1995. | Internetauftritt der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz (http://www.pueckler-museum.eu/)

Bildquelle:

Zeichnung, Gustav Franck, Städtische Sammlungen Cottbus, 1840

Autor: Eric Gorran

 

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