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Janigk, Alfred

Jaghund "Bobby", Öl auf Leinwand, 1915

Alfred Janigk wurde am 13. Mai 1889 als zweiter Sohn des Bauern Gustav Janigk und der Anne Marie, geb. Lieschka in Koschendorf, einem heutigen Ortsteil von Drebkau bei Cottbus, geboren.

Die Schule besuchte er in Leuthen und lernte anschließend Dekorationsmaler in Cottbus. Durch Drängen seines Meisters, der ihn auch zum Malunterricht überredete und schließlich auch anmeldete, fing er erst intensiv an zu malen. Nach seiner Lehre besuchte er die hiesige Fortbildungsschule in Cottbus.

Sein "1tes Mal-Studium" absolvierte er an der damaligen Königlichen akademischen Hochschule für die Bildenden Künste in Berlin, einer Vorgängerinstitution der Universität der Künste, vom Wintersemester 1909/10 bis zum Wintersemester 1910/11. Die Bewertungen zum Ende des Semesters, die in den Akten in der Universität der Künste in Berlin zu finden sind, lauten: "fleißig", "gute Fortschritte" und ähnlich. Janigks Lehrer waren u.a. die Professoren Wilhelm Herwarth und Georg Koch. Anschließend absolvierte er ein "2tes Mal-Studium" ab 1911 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seine Lehrer waren Peter von Halm (1854-1923), Radierschule, Maltechnik und Karl von Marr (1858-1936), Malerei. Laut einem Matrikelbuch der Akademie der Bildenden Künste München, war Alfred Janigk dort inskribiert.

In den 20er bis 40er Jahren war er im Cottbuser Adressbuch als Kunst-, Porträt- und Landschaftsmaler zu finden, denn der gebürtige Koschendorfer Alfred Janigk lebte nach seinen Studium in Cottbus, in der Schillerstraße 60.

Das Alfred Janigk ein Lausitzer Bauernsohn ist, verraten seine so ursprünglich und mit kräftigem Pinselstrich gemalten Spreewald- und märkischen Landschaften von bezaubernder Farbigkeit. Aber sein Hauptinteresse galt von jeher dem Porträt. Als Porträtist und Landschafter hat sich Alfred Janigk in vielen Teilen Deutschlands einen guten Namen erworben. Lebendig und ausdrucksvoll sind seine Bildnisse.

Zum Schluss ist noch zu berichten, das Alfred Janigk die Königsblauen Knappen von Schalke 04 porträtiert hat, welche seitdem als so genannte "Ahnengalerie" mittlerweile sogar öffentlich im Fußballmuseum des FC Gelsenkirchen - Schalke 04 e.V. - zu besichtigen und zu bewundern sind. Die „Ahnengalerie" umfasst 12 Öl-Portraits von folgenden Spielern: Fritz „Papa" Unkel, Ernst Kuzorra, Fritz Szepan, Walter Berg, Hans Klodt, Ernst Kalwitzki, Hans Bormann, Ernst Poertgen, Rudi Gellesch, Ala Urban, Otto Tibulsky und Otto Schweisfurth.

Verstorben ist er am 18.09.1968 in Gelsenkirchen-Buer

Quellen:

Diverse Zeitungsartikel der Lausitzer Rundschau sowie des Wochenkurier Cottbus/Spree-Neiße | Kliem, Christina: Sorbische Kostbarkeiten / Serbske drogotki - 2012. Der Cottbuser Maler Alfred Janigk. Cottbus. 2012. | Quellen, Pressespiegel, Bilder-Galerie uvm. URL: www.alfred-janigk.de/ | Facebook-Seite URL: www.facebook.com/A.Janigk/

Bildquelle: Einzig bekanntes Hundeportrait des Jagdhundes "Bobby", Öl auf Leinwand, 48 x 65 cm, Sammlung Reiner Laars

Autor: Ahnenforscher Reiner Laars – Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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