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Kurfürsten von Brandenburg

Die Kurfürsten (von mittelhochdeutsch kur/kure = Wahl) waren die sieben, später die neun ranghöchsten Fürsten des Heiligen Römischen Reiches. Sie allein besaßen seit dem 13. Jh. das Recht, den römisch-deutschen König zu wählen. Das ursprüngliche Kurfürstenkollegium setzte sich zusammen aus den drei Erzbischöfen von Mainz, Köln und Trier sowie dem König von Böhmen, dem Pfalzgraf bei Rhein, dem Herzog von Sachsen und dem Markgraf von Brandenburg.
Die Mark Brandenburg war 1356 durch die "Goldene Bulle" Kaiser Karl IV. zum Kurfürstentum erhoben worden. Seither war der Markgraf zugleich der Kurfürst von Brandenburg. Cottbus gehörte seit 1445 in dessen Herrschaftsbereich.

Die Kurfürsten von Brandenburg:

Wittelsbacher  
1356-1365  Ludwig II. der Römer 
1365-1373  Otto V. der Faule 
Luxemburger  
1373-1378  Wenzel der Faule (1378-1400 röm.-dt. König, 1378-1419 König Wenzel IV. von Böhmen)
1378-1388  Sigismund (1387-1437 König von Ungarn, 1433-1437 röm.-dt. Kaiser)
1388-1411  Jobst
1411-1415  Sigismund (1387-1437 König von Ungarn, 1433-1437 röm.-dt. Kaiser)
Hohenzollern  
1415-1440  Friedrich I.
1440-1470  Friedrich II. der Eiserne (regierte bis 1463 mit seinem Bruder Friedrich dem Jüngeren)
1470-1486  Albrecht Achilles
1486-1499  Johann Cicero
1499-1535  Joachim I. Nestor (regierte bis 1513 gemeinsam mit seinem Bruder Markgraf Albrecht IV.)
1535-1571  Joachim II. Hector*
1571-1598  Johann Georg
1598-1608  Joachim Friedrich
1608-1619  Johann Sigismund (seit 1618 zugleich Herzog von Preußen)
1619-1640  Georg Wilhelm
1640-1688  Friedrich Wilhelm "der Große Kurfürst"
1688-1713  Friedrich III. (seit 1701 Friedrich I. König in Preußen)
 
*Zeitgleich regierte dessen jüngerer Bruder als Markgraf Johann von Brandenburg-Küstrin ("Hans von Küstrin") von 1535 bis 1571 die Neumark sowie einzelne Herrschaften wie Cottbus und Peitz.
 
 
Quellen:
Kroll, Frank-Lothar (Hrsg.): Preußens Herrscher. Von den ersten Hohenzollern bis Wilhelm II., München ²2009. | Morby, John E.: Das Handbuch der Dynastien. Düsseldorf 2002.
 
Autor: Alexander Kuchta
 

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