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Budich, Willy

Geboren am 16.04.1890 in Sandow, erlebte der gelernte Maschinenschlosser Willy Budich den 1. Weltkrieg als Kanonier. Im November 1918 wurde er bei einer Demonstration schwer verletzt. Er schloss sich dem Spartakusbund und später der Kommunistischen Partei (KPD) an, leitete den Roten Soldatenrat in Berlin und war Mitglied des Vollzugsrates der Bayrischen Räterepublik sowie Mitarbeiter der Komintern und der Internationalen Roten Hilfe. Als Reichstagsabgeordneter der KPD wurde er im Dezember 1932 bei einem Tumult im Reichstag verletzt und im Mai 1933 von der SS verhaftet und zum Krüppel geschlagen. Freunde brachten ihn danach zu seiner Familie nach Moskau, wo er drei Jahre später unter falschen Beschuldigungen verhaftet wurde. Budich wurden Spionage und Gestapo-Vergangenheit vorgeworfen. Er wurde am 22.03.1938 zum Tode verurteilt und noch am selben Tag erschossen. - Es vergingen fast zwanzig Jahre, eher er 1955 durch das Oberste Gericht der UdSSR rehabilitiert wurde.
 
Quelle:
Krönert, Hans-Hermann: Cottbuser Heimat-Lexikon. 400 Stichwörter von Altmarkt bis Zuschka. 450 Kurzbiografien von Adelheid von Cottbus bis Zollna, Theo. Unveröffentlichtes Manuskript. Cottbus 2008. | Pastor, Werner: Willy Budich - Eine biografische Skizze. Ein unbeugsamer Revolutionär aus Cottbus. Cottbus 1988.
 
Autor: Alexander Kuchta
 

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