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 1926  

1926

  • In der Lieberoser Straße wird der Neubau der „Landwirtschaftlichen Schule und Forstamtes Cottbus“ übergeben. Bereits im November 1920 war die Gründung der Schule als Lehranstalt der Landwirtschaftskammer der Provinz Brandenburg erfolgt.
  • Robert Kalwa gab einen neuen „Führer durch Cottbus" heraus.
  • Der „Cottbuser Anzeiger" ist die „größte Tageszeitung in der südlichen Provinz Brandenburg und der gesamten Niederlausitz".
  • Die Cottbuser Straßenbahn beförderte den fünfzigmillionsten Fahrgast. Das Gelände von „Neuholland" (Besitzer Fritz Bucht) wurde aus Madlow nach Cottbus eingemeindet. Auch die „Madlower Schluchten" wurden nach Cottbus eingemeindet.
  • In Willmersdorf wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegründet.
  • In Cottbus wurde Branddirektor Ewald Haase „Ehrenbürger" der Stadt. Er war zwischen 1901 und 1928 Oberführer der Cottbuser Feuerwehr.
  • Das „Modehaus Waldschmidt" wurde modernisiert und vergrößert.
  • In Sellin auf Rügen wird von der Stadt Cottbus ein Kinderheim eingerichtet.
  • Zum zehnjährigen Bestehen des „Cottbuser Kunstvereins" gibt es eine erweiterte Blechen-Ausstellung.
  • Der Schauspieler Joachim Gottschalk legt am Cottbuser Stadttheater, wo er bereits als Gymnasiast auf der Bühne stand, seine „Eignungsprüfung" ab.
  • Von Gotthold Schwela erscheint eine „Vergleichende Grammatik der ober- und niedersorbischen Sprache".
  • Die Schutzpolizei in Cottbus schließt sich im „Bauverein Eigenes Heim" zusammen und errichtet in der damaligen Sickingenstraße und in der Drebkauer Straße, Wohnungen. Gleichzeitig gründet der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund die „Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft" (GEWOBA) und läßt Wohnungen der Dresdner Straße und der Leuthener Straße bauen. Auch in der Berliner Straße werden Wohnungen gebaut.
  • In der Stadtverordnetensitzung werden am 16. Januar städtische Maßnahmen gegen die wachsende Wirtschaftsnot gefordert.
  • Am 28. Januar erhält die „Landwirtschaftliche Schule Cottbus erhielt ihren Neubau.
  • Am 11/12. Februar stirbt der in Cottbus geborene Tiermaler Wilhelm Kuhnert.
  • Am 26. Februar wird die „Wallstraße" wird zur „Friedrich-Ebert-Straße" umbenannt.
  • Zwischen dem 4. und dem 17. März liegen auch in Cottbus die Listen für ein „Volksbegehren zur Fürstenenteignung" aus.
  • Nur vom 22. März bis zum 20. Juni währt die kurze Amtszeit des Oberbürgermeisters Heinrich Nollner (1870 – 1926).
  • Im Mai und Juni führt die Spree Hochwasser durch Cottbus und den Spreewald. Nach dem Bruch des Branitzer Dammes tritt die Spree über die Ufer.
  • Ende Mai wird mit der Kanalisation in Sandow mit etwa zwanzigjähriger Verspätung von der Sandower Straße aus begonnen. Der Ausbau der Kanalisation erfolgte auch in der Wallstraße (später Friedrich-Ebert-Straße) und in der Karlstraße bis zur Grenze nach Schmellwitz.
  • Am 15. Juni wird die „Blaue Straßenbahnlinie" bis Madlow geführt. Ebenfalls angeschlossen wurden Ströbitz und Schmellwitz.
  • Am 20. Juni stimmten 44,8 % der Cottbuser für die Fürstenenteignung.
  • Vom 26. bis zum 28. Juni findet in Cottbus das 2. Brandenburgisches Kreisturnfest. An der Hermann-Löns-Straße wurde während des Kreisturnfestes ein Gedenkstein für 56 im Ersten Weltkrieg gefallenen Vereinsturner „geweiht".
  • Am 11. Juli wird in der Oberkirche eine Gedenktafel aus blauem Kirchheimer Marmor zur Erinnerung an die Gefallenen des 1. Weltkrieges geweiht.
  • Am 5. August erhält die „Leuthener Straße" ihren Namen.
  • Am 18. August stirbt der Tuchfabrikant Richard Kehrl.
  • Im November wird auf dem „Bonnaskenberg" die verfallene, 1846 errichtete Windmühle abgetragen.
  • Im Dezember wird der Bau des „Dieselkraftwerkes" beschlossen. Dieses wurde für die Stadt Cottbus notwendig auf Grund der Störanfälligkeit der Elektrizitätsversorgung durch das Kraftwerk in Trattendorf. Beauftragt wird der Architekt R. Issel, der auch das Kraftwerk in Berlin-Klingenberg baute.
  • Am 11. Dezember öffnet der Betreiber Ernst Piecke den Cottbuser Ratskellers nach einem Umbau wieder für die Gäste.

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