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 1897  

1897

  • Am 15.1. verstirbt Auguste Löber, geborene Feige. Sie hinterläßt ihr Vermögen mit der Maßgabe, eine Stiftung für die Versorgung bedürftiger Frauen einzurichten. Das Statut der Stiftung wird am 16.9. aufgesetzt und am 13.12.1897 erhielt die Stiftung durch eine königliche Ordre die Rechte einer juristischen Person. In der 1905 nach ihr benannten Feigestraße findet am 30.6.1900 die Einweihung des Stiftshauses statt. In einer zweijährigen Bauzeit waren hier 24 Wohnungen für 30 Bewohner, sowie die zugehörigen Sozialeinrichtungen errichtet worden. Im Jahre 1998 konstituiert sich erneut ein Kuratorium für die „Feigestiftung“. Seitdem unterstützt die Stiftung wie einst in der Gründungssatzung festgeschrieben vor allem notleidende Frauen und Mädchen. Im gleichen Jahr erhält Cottbus eine weitere Sozialeinrichtung.
  • Am 13.6.1897 stiftet Wilhelm Riedel, der 1829 in Cottbus geboren wurde, das „Riedelstift für vaterlose Waisen“. Bereits ein Jahr zuvor hatte er ein Haus für die Aufnahme verarmter Witwen eingerichtet und auch in den folgenden Jahren bedachte er seine Heimatstadt mit weiteren Unterstützungen, so z. B. 1903 das „Riedelstiftes für achtbare Arme“ und 1907 das Werkstättenhaus „Selbsthilfe“. Die Stadt dankt ihm 1903 mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde.
  • Am 1.12.1897 wird in Cottbus die Wasserversorgung in Betrieb genommen. Am 8.6.1896 hatte man mit dem Bau des Wasserwerkes begonnen. Die Grundlage für den Bau des Wasserwerkes und des Trinkwassernetzes bildet der Beschluß der Stadtverordneten vom 23.5.1894. Schon im ersten Jahr sind fast 900 Grundstücke an das über 50 km lange Wassernetz angeschlossen und 1899 konnte auch die Kläranlage im Cottbuser Norden in Betrieb genommen werden. Vom 41 km lange Kanalnetz können 1900 bereits 1.629 Grundstücke profitieren – Oberbürgermeister Paul Werner hatte mit der Realisierung sein erstes großes Projekt zum Nutzen der Stadt durchsetzen können.
  • Einige Sportsektionen, darunter u.a. Fußballer und Leichtathleten,Schließen sich zum "Sportclub Viktoria 1897 e.V." zusammen. In einer alten Chronik ist überliefert, dass es bei Viktoria 1897 auch einen Gesangsverein und einen Raucherclub gab.

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