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 1873  

1873

  • Die Malerin Elisabeth Wolf wird am 15.3. in Sandow geboren. Sie schuf zahlreiche Bilder ihrer Heimatstadt und 1960 verlieh die Stadt ihr den Blechenpreis und drei Jahre später wird sie erste Ehrenbürgerin der Stadt nach dem 2. Weltkrieg. Sie starb am 15.12.1964 in Cottbus.
  • Ein weiterer bedeutender Künstler der Stadt, Carlo Noack, wird am 18.11.1873 geboren. Der Landschaftsmaler ist später als Zeichenlehrer am Cottbuser Gymnasium tätig.
  • Sozialdemokratische Politik findet nun auch in Cottbus eine Heimat. Am 18.3. wird die Abteilung Cottbus des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ gegründet. Aber schon im folgenden Jahr verbot das Kreisgericht am 7.7.1874 den Parteiverein der Anhänger von Lassalle. Nun wurde am 7.6.1875 die Ortsgruppe der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei gegründet und der erste sozialdemokratische Parteitag des Regierungsbezirkes Frankfurt/Oder fand am 22.6.1890 in Cottbus statt. Auf diesem Parteitag übernahm die Partei die „Märkische Volksstimme“, die am 1.4.1890 gegründet worden war und seit 1907 ihren Sitz in Cottbus hatte.
  • Am 27.6. wird in der Promenade das Kriegerdenkmal eingeweiht. Es ist den Gefallenen Cottbusern der Kriege 1864, 1866 und 1870/71 gewidmet. Das in Lauchhammer gegossene Denkmal, auch unter dem Namen „Siegessäule“ in Cottbus bekannt, wird 1965 abgerissen und bei Schachtarbeiten im Juli 1968 wurden auch die Fundamente entfernt.
  • Am 5.9.1873 wird in Schorbus Gotthold Schwela geboren. Er besucht das Cottbuser Gymnasium und studiert anschließend Theologie und Sorabistik. Zeit seines Lebens ist Schwela in der Region als Pfarrer tätig. Er widmet sich aber auch der Erforschung und Pflege der sorbisch/wendischen Sprache und Kultur und gehört 1912 zu den Mitbegründern der Domowina in Hoyerswerda und auch bei der Wiederbegründung der Domowina in der Niederlausitz am 8.9.1946 ist er aktiv beteiligt. Schwela stirbt auf einer Bahnfahrt von Thüringen nach Cottbus am 20.5.1948. Sein bedeutendstes wissenschaftliches Werk „Die Flurnamen des Kreises Cottbus“ wird erst 1959 veröffentlicht.

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