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 1840  

1840

  • In der Stadt gibt es etwa 740 Häuser und es werden 8.184 Einwohner gezählt.
  • In den Cottbuser Appreturen arbeiteten 330 Arbeiter, 133 sind Lohnarbeiter, 54 sind Kinder unter 14 Jahren.
  • Im "Rathauskeller" wurden 249 Tonnen Cottbuser Bier, 30 Tonnen fremdes Bier, 2 Eimer Wein und 53 Quart Branntwein ausgeschenkt.
  • Im Hause des Lehrers Kittel in der Klosterstraße wird am 02.01. eine Kleinkinder-Bewahrungsanstalt eröffnet.
  • Am 07.01. wird der Lehrer und Volkskundler Prof. Dr. Edmund Veckenstedt in Vehlitz bei Magdeburg geboren. Für die Geschichte der Wenden in der Niederlausitz spielte Veckenstedt als Pädagoge am Cottbuser Gymnasium eine bedeutende Rolle. Der Sohn eines Pfarrers hatte das Domgymnasium in Magdeburg besucht und in den Jahren von 1861 bis 1865 in Halle und Berlin studiert. Er arbeitet seit 1869 am Cottbuser Gymnasium. Gemeinsam mit den Lehrern Christian Schwela und Hendrich Jordan sammelten die Gymnasiasten – unter ihnen der spätere Dichter Mato Kosyk – in den Dörfern rings um Cottbus Sagen, Bräuche und Lieder der Wenden. 1880 erscheint in Graz Veckenstedts Buch "Wendische Sagen, Märchen und abergläubische Gebräuche". 1879 wird er ins kurländische Libau (heute Liepaja) an der Ostsee berufen. 1883 wird er Begründer und Chefredakteur der in Sachsen erscheinenden Zeitschrift "Sphinx" und ab 1887 leitet er die "Zeitschrift für Volkskunde" in Leipzig. Veckenstedts Leben endete in der Nervenheilanstalt Nietleben bei Halle am 07.02.1903.
  • Die "Zusätzliche Vorschriften zum Tarif zur Erhebung des Chausseegeldes für eine Meile" vom 29.02. verbieten, Eggen, Pflüge und Holz auf den Straßen zu transportieren. Die Räder dürfen beim Bremsen nicht blockieren und Wegweiser, Meilensteine, Prellsteine, Pflanzungen und Brückendurchlässe dürfen nicht zerstört werden. Auch das "Spurenfahren" wird untersagt.
  • Der Musikdirektor und Kirchenmusiker Wilhelm Leuchte veranstaltet am 27.03. ein Konzert zu Ehren des am Tage vorher verstorbenen Ludwig van Beethoven.
  • Am 23.07. verstirbt nach längerer Krankheit der Cottbuser Landschaftsmaler Carl Blechen in Berlin.

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