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 1832  

1832

  • In der Stadt leben 724 Katholiken.
  • John Cockerill erwirbt weitere Gebäude auf dem Schloßberg.
  • Am großen Spreewehr wird eine Gaststätte eröffnet.
  • Seit diesem Jahr war Christian Gottlieb Eduard Weber bis zu seiner Pensionierung 1844 als Registrator, Stuhlschreiber und Controlleur der städtischen Kassen tätig.
  • Am 03. 02. verfügten die königlichen Unterrichts-Behörden, daß „Kein Gymnasiast … aus einer öffentlichen Lesebibliothek ein Buch entleihen (darf) ohne eine vorgängige schriftliche Genehmigung des Direktors."
  • Zwischen dem 12. und 15.2.1832 finden in Cottbus die ersten Wahlen zu einem Stadtparlament statt. Gewählt werden 30 Stadtverordnete und Johann Gottlob Roemelt tritt sein Amt als 1. Bürgermeister an. Er wird 1849 diese Funktion niederlegen, da es zu unterschiedlichen Auffassungen zwischen ihm und den Cottbusern Bürgern kam. Während seiner Amtszeit setzte sich Roemelt wiederholt für Verbesserungen in der Betreuung der Arbeitslosen und Armen ein, scheitert jedoch mit seine Vorschlägen. Roemelt stirbt Mitte August 1867 in Cottbus. Erster Vorsteher der Stadtverordneten wird der Apotheker August Mast.
  • In der ersten polizeilichen Verordnung zum Badewesen wurde das Frauenbaden als unschicklich gebrandmarkt, an der Spree wurden deshalb von den Kahnverleihern "Badehäuschen" gegen Entgelt vermietet. Weiterhin verfügte der Cottbuser Magistrat, daß Kinder an der Wachsbleiche und im Stadtpark baden dürfen. Zugleich wird festgelegt, daß den Männer das öffentliche Baden hinter dem Fabrikgrundstück in der Zimmerstraße gestattet wird.
  • Im gleichen Jahr wird eine weitere bedeutende Cottbuser Firma begründet, „Franz Schneider, Kornbrennerei und Spirituosenfabrik“ hatte in der Berliner Straße 126 ihr Domizil.
  • Am 10. 07. veröffentlicht Carl Christian Stäber einen Aufruf zur Gründung eines Männerchores. Er gründet danach den „Männergesangsverein", dessen erste Übungsstunde am 12. 10. stattfindet. . Dieser wird bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts als Stäber-Chor bestehen.
  • Am 19. 07. schließen sich die lutherischen und reformierten Protestanten unter der Federführung des Generalsuperintendenten Dr. Roß, des Superintendenten Heinrich Bolzenthal und des reformierten Predigers Georg Gottfried Hünicke in der Cottbuser Unionsurkunde zusammen. Die feierliche Einführung der neuen Unionsregeln erfolgte am 05. 10., jedoch spalten sich nun die Altlutheraner als eigenständige Kirche ab.
  • Am 23. 09. brennt das Schützenhaus in Sandow nieder.
  • Am 20. 11. teilt der Magistrat mit, daß er einen öffentlichen Ausrufer, der zugleich als Stadtsoldat fungiert, in Dienst stellen wird.

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