Cottbus-Chronik

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 1500  

1500

  • Joachim I. von Brandenburg schrieb an die “Sechsstädte” der Oberlausitz, daß sie die “Brüder des Hauses des Heiligen Geistes zu Cottbus zulassen und keine Sperrung tun möchten”. Streitigkeiten über die Richtung der Straße zwischen Cottbus und Frankfurt/Oder, da die in Briesen/Friedland angehaltenen Fuhrleute den Weg über Beeskow nehmen sollten.
  • Für Sielow wird ein Kirchlehn erwähnt. Die Kirche ist bereits in der Meißner Bistumsmatrikel aus dem Jahre 1346 genannt.
  • Eine Urkunde vom 4. Oktober 1500 weist die Existenz des später verschwundenen Krennewitz nach.
  • Kurfürst Joachim I. und sein Bruder Albrecht, Markgraf von Brandenburg, bestätigen am 27. Oktober 1500 dem Franziskanerkloster Cottbus die Holzgerechtigkeit in der Peitzer Heide und den Wäldern und das Mahlen in der herrschaftlichen Mühle.
  • Nachweislich gibt es auch in Cottbus seit dem 15. Jahrhundert Weinberge. In Quellen aus den Jahren 1500 und 1501 werden ca. 200 Weinberge um Cottbus genannt. Der Weinanbau wird hierzulande bis in das beginnende 19. Jahrhundert hinein betreiben. Der Cottbuser Wein lief durch die Kehle wie eine Säge – er wird wohl ziemlich herb gewesen sein.
  • Der Kurfürst in Brandenburg bestätigt dem Cottbuser Kloster am 25. Oktober 1500 die Holzgerechtigkeit in den Wäldern bei Peitz und ordnet an, „das sy all getreid so sie von Ihres closters wegin zu gebrauchen haben In unsere molen zu cottbus ... malen mogen lassen“. Nur drei Jahre später rückt das Cottbuser Franziskanerkloster erneut in den Mittelpunkt des Geschehens: Der Überlieferung nach sollen sich insgesamt 700 Mönche hier versammelt haben.
  • Im Mai fordert Kurfürst August von Sachsen vom Cottbuser Provinzialkonvent, daß die römische Kirche ihre Angriffe gegen die Barfüßer einstellen solle.

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