Zachowane drogostki - Bewahrte Kostbarkeiten

Sonderausstellungen

Seit Jahresbeginn ist das Wendische Museum in der Cottbuser Altstadt für den Besucherverkehr geschlossen. Die Sanierung des Gebäudes ist geplant und eine neue ständige Ausstellung ist in Arbeit. In der Zwischenzeit werden ausgewählte Kostbarkeiten der wendischen Sammlung der Stadt Cottbus zweisprachig in drei Räumen des Stadtmuseum Cottbus präsentiert. Darunter prachtvolle Stickereien und Trachten, Werke sorbischer bildender Künstler, Literaten, Sprachwissenschaftler, Musikschaffender sowie diverse Gegenstände und Bilder, die uns Einblick in den einstigen Alltag und das einzigartige Brauchtum und Kulturschaffen der Sorben/Wenden unserer Region geben – sowohl in die ländliche wie auch in die bürgerliche sorbische/wendische Kultur.

Die Ausstellung ist bis zum 27. September 2017 geöffnet.

Museumspädagogische Angebote im Rahmen dieser Sonderausstellung finden Sie hier.

"Ein Stadtpanorama der Cottbuser Südstadt vor 1945" (06.09. - 12.11.2017)

Der Heimatforscher Dirk Seemann zeichnete die Cottbuser Südstadt in unterschiedlichen Ansichten - mal als Riss, mal als Einzelansicht von Gebäuden. Diese Risse und Zeichnungen zeigen wir in unserer "Schatzkammer" ab dem 06.09.2017

Ausgewählte Objekte aus der Sammlung ergänzen die Präsentation von Dirk Seemann und stellen einige Firmen und Geschäfte dieses Straßenviertels vor. So erinnern wir an den „Geselligen Verein Wintergarten" in der Dresdener Straße 31 und an das Städtische Krankenahaus in der Thiemstraße 111. In der Eilenburger Straße 9 war die „Cottbuser Molkerei e.G.m.b.H." und das „Café Engemann" in der Dresdener Straße 115 ist noch vielen, auch als Café Süd" in Erinnerung. Die „COMAG – Cottbuser Maschinenbau-Anstalt und Eisengießerei Aktien-Gesellschaft" in der Dresdener Straße 133 zählte zu den bedeutenden Unternehmen der Stadt und die Mineralwasser-Fabrik Friedrich Ziege in der Dresdner Straße 130 versorgte die Cottbuser mit Getränken.

Die Ausstellung wird am 06.09.2017 eröffnet und kann bis zum 12.11.2017 in unserer "Schatzkammer" unter die Lupe genommen werden.

Diva-Hutnadel (17.05.2017 - 20.09.2017)

 Die Hutnadel ist die Diva unter den Nadeln, und wie die Spezies der Diven ist sie heute fast vergessen. Spätestens in den „Goldenen Zwanzigern" ist sie zum Aussterben verurteilt, als die Damen beginnen, ihre modernen und frechen Kurzhaarfrisuren unter Topfhüten zu verstecken. Immer seltener wurde sie gebraucht, und wenn überhaupt, dann hatte sie sich allein ihrem Zweck zu unterwerfen, unauffällig und unscheinbar.

Doch gerade die Verweigerung der alleinigen und gänzlich untergeordneten Zweckbestimmung hatte ihren Charakter einmal ausgemacht. In den wenigen Jahrzehnten ihrer Blütezeit von 1890 bis 1925 war sie Teil eines femininen Gesamtkunstwerkes, geprägt von einer kunstvoll getürmten Frisur, zu deren Üppigkeit nicht selten das künstliche Haarteil beizutragen hatte, gekrönt von einer der ausladenden Kreationen der Hutmode. Beide galt es innig und sicher zu verbinden. Hier hatte, beides vereinend, die Hutnadel ihren Zweck.

Doch sie behauptete, über diese Zweckbestimmung hinaus, den Anspruch eines ganz eigenen, bisweilen kostbaren, aber doch im Wenigsten kostbar scheinenden modischen Accessoires.

Die Sonderausstellung "Diva-Hutnadel" ist vom 17. Mai 2017 bis zum 20.09.2017 im Stadtmuseum zu sehen.