Zachowane drogostki - Bewahrte Kostbarkeiten

Sonderausstellungen

Seit Jahresbeginn ist das Wendische Museum in der Cottbuser Altstadt für den Besucherverkehr geschlossen. Die Sanierung des Gebäudes ist geplant und eine neue ständige Ausstellung ist in Arbeit. In der Zwischenzeit werden ausgewählte Kostbarkeiten der wendischen Sammlung der Stadt Cottbus zweisprachig in drei Räumen des Stadtmuseum Cottbus präsentiert. Darunter prachtvolle Stickereien und Trachten, Werke sorbischer bildender Künstler, Literaten, Sprachwissenschaftler, Musikschaffender sowie diverse Gegenstände und Bilder, die uns Einblick in den einstigen Alltag und das einzigartige Brauchtum und Kulturschaffen der Sorben/Wenden unserer Region geben – sowohl in die ländliche wie auch in die bürgerliche sorbische/wendische Kultur.

Die Ausstellung ist bis zum 27. September 2017 geöffnet.

Museumspädagogische Angebote im Rahmen dieser Sonderausstellung finden Sie hier.

"... und die ganze Vogelschar"

Ein Spaziergang durch die Stadt wird auch immer durch eine der zahlreichen und wunderschönen Park- und Grünanlagen führen. Hier verschwimmen die Geräusche der Stadt mit dem Zwitschern kleiner und größer Vögel.

Wer hier einen Augenblick inne hält, der kann nicht nur Amsel und Spatz sondern auch viele weitere Vogelarten entdecken. Gemeinsam mit Cottbuser Hobby- und Profifotografen bietet das Stadtmuseum Cottbus einen kleinen Einblick in die heimische Vogelwelt.

Entdecken Sie neben zahlreichen Fotografien auch interessante Exponate der biologischen Sammlung der Stadt Cottbus.

 

Die Ausstellung ist bis zum 27. August 2017 geöffnet.

Diva-Hutnadel (17.05.2017 - 20.09.2017)

 Die Hutnadel ist die Diva unter den Nadeln, und wie die Spezies der Diven ist sie heute fast vergessen. Spätestens in den „Goldenen Zwanzigern" ist sie zum Aussterben verurteilt, als die Damen beginnen, ihre modernen und frechen Kurzhaarfrisuren unter Topfhüten zu verstecken. Immer seltener wurde sie gebraucht, und wenn überhaupt, dann hatte sie sich allein ihrem Zweck zu unterwerfen, unauffällig und unscheinbar.

Doch gerade die Verweigerung der alleinigen und gänzlich untergeordneten Zweckbestimmung hatte ihren Charakter einmal ausgemacht. In den wenigen Jahrzehnten ihrer Blütezeit von 1890 bis 1925 war sie Teil eines femininen Gesamtkunstwerkes, geprägt von einer kunstvoll getürmten Frisur, zu deren Üppigkeit nicht selten das künstliche Haarteil beizutragen hatte, gekrönt von einer der ausladenden Kreationen der Hutmode. Beide galt es innig und sicher zu verbinden. Hier hatte, beides vereinend, die Hutnadel ihren Zweck.

Doch sie behauptete, über diese Zweckbestimmung hinaus, den Anspruch eines ganz eigenen, bisweilen kostbaren, aber doch im Wenigsten kostbar scheinenden modischen Accessoires.

Die Sonderausstellung "Diva-Hutnadel" ist vom 17. Mai 2017 bis zum 20.09.2017 im Stadtmuseum zu sehen.